Vor einiger Zeit war der Lions Club Bad Vilbel eine Kuriosität zugetragen worden: An Montagen essen die Kinder deutlich mehr, als an den anderen Wochentagen. Da sich der Lions Club Bad Vilbel die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen auf die Fahnen geschrieben hat, stand fest: man will der Sache auf den Grund gehen und finanziell aushelfen.

Für Vilbeler Kinder: Karl-Wilhelm Kliem (von links) und Dirk Hinkel überreichen als Vertreter des Lions-Club einen Scheck über 6000 Euro an Jörg Heinz, Heike Freund-Hahn und Christa Hillenbrand.
Für Vilbeler Kinder: Karl-Wilhelm Kliem (von links) und Dirk Hinkel überreichen als Vertreter des Lions-Club einen Scheck über 6000 Euro an Jörg Heinz, Heike Freund-Hahn und Christa Hillenbrand.
Bad Vilbel. Im neuen Rathaus in Dortelweil haben sich Verantwortliche des Lionsclub, sowie der Stadt eingefunden. „Als wir davon gehört haben, dachten wir natürlich zuerst daran, für mehr Verköstigung zu sorgen, doch dann wurde uns klar, wie viele Faktoren hinter diesem Phänomen stehen könnten“, sagt Dirk Hinkel, Präsident des Lionsclub. Immerhin ziehe sich das Phänomen durch alle Vilbeler Kitas.Christa Hillenbrand, Leiterin der Kindertagesstätte „Trauminsel“ in Dortelweil habe sich als Sachverständige diese Kuriosität daraufhin etwas genauer angeschaut. „Man denkt natürlich erstmal daran, dass die Kinder zu Hause nichts zu essen bekommen“, schmunzelt sie. „Aber es ist klar, dass man in einer Stadt wie Bad Vilbel nicht auf dieses Problem stößt, höchstens in seltenen Einzelfällen“, erläutert sie.Vielmehr sei das besondere Essverhalten an Montagen als Indikator zu sehen: „Unsere Idee war, dass die Kinder an Montagen einen Bruch durchmachen. Eine andere Umgebung, andere Regeln. Vielleicht macht den Kindern das zu schaffen“, so Hillenbrand.

Enttäuschung am Montag

„Vielleicht spielt auch eine Art Enttäuschung mit hinein, weil das Wochenende mit der Familie so schön war und man keine Lust auf die Kita hat. Das Wochenende könnte auch enttäuschend gewesen sein. In beiden Fällen kann ich mir gut vorstellen, dass Kinder das durch das Essen kompensieren“.

Was es letztlich auch immer sein mag, die Kita will den Kontakt zu den Eltern herstellen, um Gründe zu finden und die Situation zu verbessern. „Bei Elternabenden kommen viele Eltern nicht, deshalb wollen wir auf Individualberatung setzen“, sagt die Leiterin. Allerdings seien Erzieher und Erzieherinnen in dieser Hinsicht nicht geschult.

„Wir dachten dann, das sei der richtige Punkt um anzusetzen“, fügt Dirk Hinkel hinzu. Christa Hillenbrand weiß: „Im Gegensatz zu früheren Zeiten hat das individuelle Kümmern sehr zugenommen. Einmal im Jahr führen wir mit den Eltern ein Entwicklungsgespräch, weiterhin sprechen wir beim Bringen und Abholen mit den Eltern. Wenn wir Probleme vermuten, versuchen wir bereits dort Anstöße zu geben.“

Es gehe um eher kleinere Dinge, keine größeren Missstände. „Aber natürlich muss das so angesprochen werden, dass Eltern das auch annehmen“. Um diese Gesprächssituation mit Eltern zu verbessern, übergibt Dirk Hinkel einen Scheck über 6000 Euro an Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP), Christa Hillenbrand, sowie Jörg Heinz, Fachbereichsleiter für Soziale Sicherung.

Fortbildung für alle

Damit wird allen Bad Vilbeler Erziehern eine Fortbildung ermöglicht. „Wir haben acht Termine im Mai, an denen Erzieher der städtischen Kindergärten als auch die der freien Träger teilnehmen.“ Insgesamt würden 160 Kita-Mitarbeiter fortgebildet.

„Das Erzieher einer ganzen Stadt sich gemeinsam zu einem Thema fortbilden ist etwas Besonderes. Das habe ich bisher noch nie gehört“, sagt Hillenbrand. Die Referenten habe man beim Elisabethenstift in Darmstadt gefunden, deren Vorträge und Fortbildungen höchste Qualität hätten.

VON NIKLAS MAG (FNP)

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Bei schönem Wetter, aber etwas zu kalter Temperaturen, trafen sich viele Bürger der Stadt in Bad Vilbel. Und nahmen auch das Angebot des Lions Club Bad Vilbel dankbar an. Neben Würstchen und Wein konnten viele andere Speisen und Getränke gekauft werden. Und man tat damit auch etwas Gutes. Denn wir immer spenden die Lions das Geld vornehmlich an Jugendprojekte in Bad Vilbel.

 

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Am kommenden verkaufsoffenen Sonntag werden von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr die Mitglieder des Lions Club Bad Vilbel, zu denen verdienstvolle Bürger unserer Stadt zählen, den Niddaplatz beleben. Vorzüglicher Riesling aus dem Rheingau lockt zum Probieren und Erwerben. Daneben bieten die Mitglieder des Clubs Bratwürste, Thüringer mit Brötchen und Brezel an. An alkoholfreien Getränken und Apfelwein wird ebenfalls kein Mangel herrschen. Die Bürger der Stadt Bad Vilbel können sich auf vergnügliche Stunden freuen.

Der Überschuss der Aktion ist für soziale Zwecke in Bad Vilbel bestimmt.

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Am Sonntag lud der Bad Vilbeler Lions-Club zum traditionellen Neujahrskonzert. Bereits zum zwölften Mal begrüßte der Club die Frankfurter Jazz-Big-Band. Um mit Schwung in das neue Jahr starten zu können, stand das Konzert unter dem Motto „Tribute to Glenn Miller & Tommy Dorsey“.

Herausragende Soli: Die Frankfurter Jazz-Big-Band unter der Leitung von Wilson de Oliveira beim Neujahrkonzert des Lions-Clubs.
Foto: Dominik Rinkart Herausragende Soli: Die Frankfurter Jazz-Big-Band unter der Leitung von Wilson de Oliveira beim Neujahrskonzert des Lions-Clubs.
Bad Vilbel. Es sind die guten, alten Klänge, die in keiner heimischen Plattensammlung fehlen dürfen: die Musik von Glenn Miller und Tommy Dorsey, zwei Größen der Swing-Musik, die über viele Jahrzehnte die Musikwelt mit ihren charakteristischen Big-Band-Sound geprägt haben. Zu ihrem 30-jährigen Bestehen widmet sich in diesem Jahr auch die Frankfurter Jazz-Big-Band diesen schwungvollen Liedern. Das stieß bei den Veranstaltern des Lions-Clubs auf große Begeisterung.„Diese Musik ist ein guter Einstieg in das neue Jahr“, betont Vorsitzender Dirk Hinkel und formuliert erste Hoffnungen für das Jahr 2016. Mal gute Nachrichten aus den Krisengebieten dieser Welt, das sei sein größter Wunsch.

Neues Auto für Caritas

Zumindest in Bad Vilbel kann der Club für gute Nachrichten sorgen. So blickt Hinkel auf zahlreiche Aspekte zurück, wie der Club 2015 Gutes tun konnte. So habe man nicht nur der Caritas-Sozialstation ein neues Auto spendiert, sondern auch das Theater der John-F.-Kennedy-Schule, die Musikschule sowie Literaturlesungen in der Mediathek unterstützt. Außerdem sei die Stadt mit 3500 Euro in ihrer Flüchtlingsbetreuung gestärkt worden.

Der Club plant auch für dieses Jahr zahlreiche gute Taten, die unter anderem vom Erlös des Neujahrskonzertes finanziert werden. Vor der Spendengabe erleben die Gäste aber ein Konzert der Extraklasse. Unter Leitung von Wilson de Oliveira laufen die Musiker der Big-Band zur Höchstform auf, um dem energischen Swing, der die deutschen Tanzsäle nach dem Krieg beherrschte, neues Leben einzuhauchen. Zur Eröffnung spielen sie „In the Mood“ von Glenn Miller. „Eines der bekanntesten Musikstücke überhaupt und ein Symbol für die Freiheit nach dem Krieg“, erklärt Moderator Werner Lohr.

Herausragende Soli

Mit witzigen Anekdoten und spannenden Fakten führt der ehemalige Moderator des Hessischen Rundfunks durch das Programm. So erfahren die Zuschauer, dass sich Glen Miller seine erste Posaune mit 13 Jahren von jenem Geld kaufte, das er sich zuvor mit dem Melken von Kühen verdient hatte.

Als „Herausforderung für Posaunisten“ bezeichnet Lohr den Dorsey-Klassiker „I’m getting sentimental over you“ – für das Posaunen-Quartett rund um den durch herausragende Soli auffallenden Garrelt Sieben jedoch kein Problem. Auch in anderen Instrumentengruppen treten immer wieder perfekte Solisten hervor. Saxofonist Tim Hurley weiß zu überzeugen, auch Pianist Tom Schlüter und Trompeter Ralf Nöske.

Zu hören sind weitere Klassiker: Mit Hits wie dem „Chattanooga Choo Choo“, der die musikalische Vorlage zu Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“ lieferte, „Pennsylvania 6-5000“ oder der „Moonlight Serenade“ vergisst die Band nichts, was seit vielen Jahren fester Bestandteil der Plattensammlung der Zuschauer sein dürfte.

 

QUELLE: FNP, DOMINIK RINKART

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Zum Wintervergnügen auf der Eisbahn haben die Hassia und der Lions Club 30 Flüchtlinge eingeladen. Während die Kinder schnell Fahrt aufnehmen, gehen die Erwachsenen das für sie ungewohnte Vergnügen mit viel Respekt an.

Adil Samous (links) wagt sich schon auf die Bahn, sein Freund Marvan Omar ist wegen des rutschigen Vergnügens noch etwas skeptisch.Adil Samous (links) wagt sich schon auf die Bahn, sein Freund Marvan Omar ist wegen des rutschigen Vergnügens noch etwas skeptisch.
„Ohh!“, ruft einer der Flüchtlinge erschrocken, als vor ihm ein kleiner Junge auf der Eisbahn ausrutscht. Doch Ulrike Zügel ruft ihm aufmunternd zu: „Er steht auf und fährt einfach weiter!“ Die Pensionärin bringt seit August 2014 Flüchtlingen Deutsch bei. Zwei ihrer Schützlinge hat sie gleich zur Eisbahn im Kurpark mitgebracht. Marvan Omar (41) und Adil Samous kommen aus Albanien und sind seit fünf Monaten in Bad Vilbel. Während sie sich schon recht gut auf Deutsch verständigen können, stehen sie der Bahn eher skeptisch gegenüber, wollen „erst schauen“, wagen aber dann doch den Schritt auf das Eis, tasten sich Schritt für Schritt auf neues Terrain vor – auch ein symbolisches Bild ihres neuen Lebens in Deutschland. Nach den ersten ängstlichen Runden entspannen sich ihre Gesichtszüge und sie beginnen zu lächeln. Und selbst der erste Ausrutscher macht dann schon Spaß.

Fließend Deutsch

Sharam (14) kennt die Eis-Piste bereits. Der 14-jährige Afghane geht seit einem Jahr in die John-F.-Kennedy-Schule und spricht fließend Deutsch. Er lebt mit Mutter, Tante und Schwester hier, ein Onkel lebt seit drei Jahren schon in Karben. Wie seine Altersgenossen macht er wenig Worte um das Eisvergnügen: „Alles ist gut“.

So sehen das auch Simona (10) und ihre kleine Schwester Xhelsila (7), die mit ihren Eltern aus Albanien gekommen sind. Während die Saalburgschülerinnen auf einer Bank sitzen und das Geschehen betrachten, baut Simona eine Figur aus einem Überraschungsei zusammen. Eigentlich will sie heute nicht laufen, ihr Fuß tut weh. Aber dann legt sie doch los. Eislaufen, das sei doch gut, findet sie. Am Rande der Bahn schauen die Gastgeber zufrieden zu. Hassia-Seniorchef Günter Hinkel hatte die Idee zu der Einladung, nachdem er kürzlich zu einer Diskussionsrunde über die Bad Vilbeler Flüchtlinge geladen hatte. Der Lions Club Bad Vilbel schloss sich an, öffnete eigens seine Hütte, um die Gäste mit Waffeln, Kuchen und Getränken zu versorgen. „Eine wunderbare Integrationsmaßnahme“, schwärmt Lions-Mitglied Rüdiger Wiechers: „Das ist eine schöne Geste – und die Sonne spielt auch noch mit.“

Sommer statt Eiszeit

So gibt es einige ungewohnte Begegnungen und Gespräche. Auch die Flüchtlinge kennen sich bereits untereinander, grüßen sich, weil man sich aus gemeinsamen Sprachkursen kennt. Auf dem Heilsberg werde täglich von 9 bis 12 Uhr unterrichtet, erzählt Angelika Ungerer, die Vorsitzende des Bad Vilbeler Flüchtlingshilfsvereins – insgesamt 320 Stunden.

Den Unterricht fand der Eritreer Mikaele anfangs sehr schwer, „aber jetzt ist es einfacher“. In seiner Heimat hat er handwerklich mit Holz zu tun gehabt, hier muss er als noch nicht anerkannter Flüchtling warten. Die freie Zeit nutze er, um zwei Mal die Woche Deutsch zu lernen und sehr viel Zeit in der Stadtbibliothek zu verbringen, zum Lesen und Lernen am PC. Der Eisspaß ist für ihn noch ziemlich ungewohnt. „Bei uns gibt es nur schönes Wetter, 20 bis 25 Grad.“

Bd Vilbeler Neue Presse

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Mit einem neuen Auto unterstützt der Lions-Club Bad Vilbel die Caritas-Sozialstation. Die 9800-Euro-Spende soll schon an den Weihnachtstagen zum Einsatz kommen.

Der Lions-Club spendet einen Opel Karl für die Caritas-Sozialstation (von links): Roland Magerhans, Kurt Reichold, Dirk Hinkel, Thomas Stöhr, Eva Hofmann, Christel Magerhans, Hansgeorg Jehner.
Der Lions-Club spendet einen Opel Karl für die Caritas-Sozialstation (von links): Roland Magerhans, Kurt Reichold, Dirk Hinkel, Thomas Stöhr, Eva Hofmann, Christel Magerhans, Hansgeorg Jehner.
Bad Vilbel. Manche Wünsche werden schnell Wirklichkeit. Im Frühjahr, erinnert sich Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU), sei er von Christel Magerhans, der Leiterin der Caritas-Sozialstation, um Hilfe gebeten worden. Eines der Autos sei schon zu alt für die täglichen Touren. Dabei sei gerade der Einsatz der Pflegekräfte die Voraussetzung, um einen der größten Wünsche der Senioren zu erfüllen, das möglichst lange Verweilen in der eigenen Wohnung.Im Sommer, ergänzt Lions-Vorsitzender Dirk Hinkel, habe der Club durch Stöhrs Anfrage von dem Wunsch erfahren. Obgleich die Lions vor allem Projekte für Kinder und Jugendliche unterstützen, habe es damals „schnell großen Fürspruch“ für die Idee gegeben. Nach „einem tiefen Blick in die Kasse“ wurde sie rasch Wirklichkeit. Autohändler Kurt Reichold ist Lions-Mitglied, dessen Schwiegersohn Christian Kuhn leitet das Autohaus Bad Vilbel.Dort konnten Christel Magerhans und die Gießener Caritas-Direktorin Eva Hofmann einen nagelneuen Opel Karl in Empfang nehmen. Der Wagen ist zugelassen, hat 75 PS, Klima- und Bluetooth-Freisprechanlage, damit die Mitarbeiter auch unterwegs per Handy erreichbar bleiben.

Lange zu Hause leben

Insgesamt neun Mitarbeiter hat die Bad Vilbeler Sozialstation, die nur in Bad Vilbel jeweils zwei lange Touren tagtäglich fahren: morgens, von 6.30 bis 11.30 Uhr, und nachmittags, von 16.30 bis manchmal 21.30 Uhr, berichtet Magerhans. Um den Senioren das Zuhause bleiben können so lange wie möglich zu erleichtern, bieten sie die unterschiedlichsten Dienste an. Das reicht vom Insulin spritzen und Verbände anlegen bis hin zum Waschen und Wechseln der Lage. Derzeit werden 70 Patienten betreut, ihre Zahl steige aber in den vergangenen Jahren weiter an. Die Krankenschwestern und Altenpfleger der Caritas können auf mehrere Fahrzeuge zurückgreifen, die gut genutzt werden.

20 000 Kilometer auf Tour

Bis zu 20 000 Kilometer kommen da allein im Stadtverkehr von Bad Vilbel pro Jahr zusammen, weiß Magerhans. Und sie freut sich über den Zuwachs: „Das ist unser größtes Weihnachtsgeschenk!“

Dafür muss die Spendenkasse der Lions wieder gefüllt werden – etwa beim Besuch der Eisbahn im Kurpark, wo die Lions samstags und sonntags ab 15 Uhr Getränke, Schmalzbrote und frisch gebackene Waffeln verkaufen. Oder am 17. Januar beim Benefiz-Neujahrskonzert mit der Jazz-Big-Band von Wilson Oliveira im Kulturforum.

FNP

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Der Lions Club Bad Vilbel hatte zu einem öffentlichen Informationsabend zum Thema Flüchtlinge zu Hassia Mineralquellen eingeladen – und das Interesse war groß.

Dr. Thomas Stöhr, Angelika Ungerer (l.) und Susanne Förster informieren über Flüchtlinge. Moderator ist Dirk Hinkel (2. v. r.).
© Christine Fauerbach
Dr. Thomas Stöhr, Angelika Ungerer (l.) und Susanne Förster informieren über Flüchtlinge. Moderator ist Dirk Hinkel (2. v. r.).

Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr, Susanne Förster, die städtische Koordinatorin der Flüchtlingshilfe, und Angelika Ungerer, Vorsitzende des Flüchtlingshilfevereins, referierten. Lions-Präsident und Hassia-Chef Dirk Hinkel moderierte. Die Lions bezweckten, dass sich die Bürger ein »möglichst objektives Bild von den Herausforderungen und Problemen machen können, vor denen Stadtverwaltung und Bürger stehen«.

Wie viele Flüchtlinge leben derzeit in Bad Vilbel? Aus welchen Ländern kommen sie, welche Berufe haben sie? Wollen sie hier arbeiten, ab wann dürfen sie arbeiten, was dürfen sie verdienen? Werden sie bleiben oder wollen sie zurückkehren? Wie viele Flüchtlinge kann Bad Vilbel noch aufnehmen? Was kosten die Flüchtlinge? Wie steht es mit der ehrenamtlichen Hilfe? Gibt es Probleme mit den Flüchtlingen, wenn ja, welche? Welche Bedeutung haben Arbeit und Bildung für eine gelungene Integration?

Förster, die seit August 2013 die städtische Flüchtlingshilfe koordiniert, sagte, Bad Vilbel habe »ein Herz für Flüchtlinge«, obwohl ihre Zahl von Woche zu Woche steige. Derzeit leben 248 Flüchtlinge aus 14 Ländern in der Quellenstadt. »Es sind Christen, Moslems, Andersgläubige und Atheisten, Menschen mit Universitätsabschluss und geringer Bildung«, informierte Förster. Zur wichtigsten Voraussetzung der 80 Ehrenamtlichen für eine gelungene Integration gehöre Geduld. In keiner städtischen Einrichtung gebe es mehr als 65 Personen, im Gegensatz zur neuen Erstaufnahmeeinrichtung des Wetteraukreises in der Brunnenschule, wo 80 Personen Platz finden.

Ungerer berichetete über den am 26. November gegründeten Flüchtlingshilfeverein: »Ganz Bad Vilbel scheint bei uns mitmachen zu wollen«, freute sie sich mit Blick auf die Mitgliederzahlen – am Ende des Abends konnte sie zehn neue begrüßen; nun sind es 65. Der Verein, der noch kein Konto und keine Website habe, basiere auf 13 Säulen wie Hauspaten, Deutschkurse, Gesundheitsvorsorge oder Fahrradwerkstatt. Sie selbst sei Hauspatin im Georg-Muth-Haus, wo ihr 29 Helfer zur Betreuung der Flüchtlinge zur Seite stehen. »Werden sie bei uns Mitglied. Einzelne zahlen fünf Euro pro Jahr, Firmen 50 Euro«, warb Ungerer.

»Wir haben bisher noch keinen uns zugewiesenen Flüchtling abgelehnt«, sagte Stöhr. Untergebracht seien die Flüchtlinge bis auf eine Anmietung in Gronau in städtischen Unterkünften. »Die Resonanz auf unseren Appell an Privatleute war gleich Null. Wir müssen auf städtische Liegenschaften zurückgreifen, weil wir niemanden in Turnhallen einquartieren wollen.« Die Stadt prüfe, ob sie übergangsweise Flüchtlinge in der bisherigen Stadtverwaltung, im Kurmittelhaus oder im Gronauer Spielhaus unterbringen könne. Den Auftrag zum Bau von 68 Mini-Apartments in Fertighäusern habe er vergeben. Insgesamt schaffe die Stadt Platz für weitere 355 Flüchtlinge im kommenden halben Jahr. Der Wetteraukreis gebe der Stadt 7,30 Euro pro Tag und Flüchtling allein für die Unterbringung. Die Stadt klage gegen den Kreis, um die tatsächlichen Kosten decken zu können. Seit September erhalte die Stadt zusätzlich 30 Euro pro Flüchtling im Monat. Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn sagte, dass im Kreis eine Sozialarbeiterin für 300 Flüchtlinge zuständig sei. Anerkannte Flüchtlinge können bereits nach drei Monaten als Ein-Euro-Jobber arbeiten.

Die Caritas führt 2016 im Pfarrsaal St. Nikolaus eine Schulung für Flüchtlingshelfer durch, der Landessportbund Hessen bilde zu »Coaches« aus. Alle Referenten appellierten an die Bürger, anerkannten Flüchtlingen
Arbeit und Wohnraum zu geben.

(Wetterauer Zeitung)

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Am 10. Dezember um 18:00 Uhr berichten Bürgermeister Dr. Stöhr, die städtische Koordinatorin der Flüchtlingshilfe Bad Vilbel Susanne Förster und Frau Angelika Ungerer, die 1. Vorsitzende des Flüchtlingshilfevereins, über den derzeitigen Sachstand. Die Veranstaltung des Lions Clubs Bad Vilbel findet im Verwaltungsgebäude des Hassia-Sprudels in der Gießener Straße 29 in Bad Vilbel statt. Sie ist öffentlich. Gäste sind herzlich willkommen.

Wie viele Flüchtlinge leben derzeit in Bad Vilbel? Aus welchen Ländern kommen sie, welche Berufe haben sie? Wollen sie hier arbeiten, ab wann dürfen sie arbeiten, was dürfen sie verdienen? Werden sie bleiben, sollen sie bleiben oder wollen sie zurückkehren? Wie viele Flüchtlinge kann Bad Vilbel noch aufnehmen? Was kosten die Flüchtlinge? Wie steht es mit der ehrenamtlichen Hilfe? Wie war das mit den Bosnienflüchtlingen? Dies sind nur einige der Fragen, die zur Sprache kommen werden.

Nach drei informativen Einführungsreferaten können sich die Zuhörer direkt mit Fragen an die Referenten wenden. Die Leitung und Moderation der Veranstaltung liegt in den Händen des Hassia-Chefs Dirk Hinkel, dem diesjährigen Präsidenten des Lions Clubs.

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26. Oktober 2015

Was für ein Tag …

Der Verkauf Gestern auf dem Niddaplatz hat sich gelohnt. Dank vielen Lions-Helfern aus unserem Club ist es gelungen, den großen Andrang der Menschen zu bewältigen. Und diese mit Würstchen, Zwiebelkuchen, Kuchen, Wein und anderen Getränken zu versorgen. Bei gutem Wetter war viel Leben in der Stadt. Präsident Dirk Hinkel zeigt sich zufrieden: „Eine tolle Teamleistung für die Gute Sache. Die Kasse ist gefüllt um das Geld sinnvoll in vor allem Jugendprojekte zu investieren.“ Bilder liefern wir nach.

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Der Lions Club Bad Vilbel wird am kommenden Sonntag, den 25.10. von 12-18 Uhr Wein, Würstchen und andere Köstlichkeiten verkaufen. Auch die Stadtkapelle hat sich von 14.00 – 15.30 Uhr angekündigt. Also: Gelegenheit sich beim Einkaufen zu stärken und Musik zu hören.

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